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WISSENSWERTES

Beständigkeit der Schlauchmaterialien

Die von uns angebotenen Schlauchmaterialien unterscheiden sich in Ihrer Beständigkeit gegenüber unterschiedlichen Medien.

Aufgrund dessen empfehlen wir vor Nutzung des Schlauches die Durchführung eines Tests, bei dem die späteren Anwendungsbedingungen (Kontakt mit dem Fördermedium, Temperaturen und Druckbelastung) möglichst genau nachgestellt werden. Besonders wichtig ist dies bei der Anwendung von Lösungsmittelgemischen, da sich das Verhalten des Schlauchmaterials in diesem Fall nicht immer vorhersagen lässt.

Tipp: Zum Testen können Sie die Schlauchstücke unseres Schlauchpumpenkits verwenden. Vor dem Test muss das Schlauchstück gemessen, gewogen und dessen Oberfläche begutachtet werden. Anschließend wird das Schlauchstück für 24 Stunden in die entsprechende Lösung gelegt. Nach 24 Stunden kann das Schlauchstück der Lösung entnommen und abgetrocknet werden, um es anschließend wieder zu messen, zu wiegen und auf äußere Auffälligkeiten zu begutachten.

Werden keine Unterschiede zu dem Schlauchstück vor dem Test festgestellt, ist das Schlauchmaterial gegenüber der Lösung beständig und der Schlauch kann für die gewünschte Anwendung verwendet werden. Sollten Sie Unterschiede feststellen, ist das Material gegenüber der Lösung nicht beständig. In diesem Fall empfehlen wir weitere Tests für andere Schlauchmaterialien durchzuführen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Laborschlauchpumpe? +
Laborschlauchpumpe

Eine Schlauchpumpe besteht aus drei Hauptkomponenten, die Sie je nach Anwendung frei kombinieren können:

Pumpengehäuse — der Antrieb, der die Drehbewegung erzeugt
Pumpenkopf — enthält die Quetschrollen, die den Schlauch verformen
Schlauch — der einzige Teil, der mit dem Medium in Kontakt kommt
Fördermenge: von wenigen µl/min bis in den l/min-Bereich — je nach Konfiguration. Dadurch eignen sich Schlauchpumpen sowohl für Mikrodosierung als auch für größere Fördervolumen.
Wie funktioniert eine Laborschlauchpumpe? +
Funktionsprinzip Schlauchpumpe

Das Prinzip ist einfach — die Pumpe arbeitet in drei Schritten:

1
Quetschen — Rollen im Pumpenkopf drücken den Schlauch zusammen und erzeugen eine geschlossene Einheit. Rückfluss wird ausgeschlossen.
2
Transportieren — Die Drehbewegung der Rollen schiebt das Medium durch den Schlauch nach vorne.
3
Ansaugen — Hinter der Quetschstelle öffnet sich der Schlauch wieder und saugt neues Medium an.
Ergebnis: Ein kontinuierlicher, pulsationsarmer Förderstrom — ohne dass das Medium mit der Pumpe selbst in Berührung kommt.
Welche Vorteile bietet eine Schlauchpumpe? +
Vorteile Schlauchpumpe

Schlauchpumpen vereinen mehrere Vorteile, die sie für viele Branchen zur ersten Wahl machen:

Modular & flexibel — Gehäuse, Kopf und Schlauch frei kombinierbar für verschiedenste Arbeitsbereiche
Hygienisch — hermetische Trennung von Pumpe und Fördergut; nur der Schlauch berührt das Medium
Einfache Reinigung — Schlauchwechsel in Sekunden, schneller Wechsel zwischen Anwendungen
Präzise Dosierung — totraumfreier Transport ermöglicht exakte Volumensteuerung
Schonende Förderung — geringe mechanische Belastung, ideal für empfindliche Medien wie Zellkulturen
Sicher — auch Radionuklide, giftige und sterile Stoffe können problemlos gefördert werden
Typische Branchen: Lebensmittelindustrie, Pharma, Labor, Chemie, Wasseraufbereitung.
Wie lange halten die Schläuche stand? +
Schlauchlebensdauer

Die Lebensdauer hängt von zwei Hauptfaktoren ab:

FAKTOR 1

Mechanische Belastung

Durch die Quetschrollen wird der Schlauch verformt. Je höher die Drehzahl, desto kürzer die Standzeit. Härtere Materialien nutzen sich dabei schneller ab als weiche.

FAKTOR 2

Chemische Belastung

Aggressive Medien wie Säuren, Laugen oder Lösungsmittel greifen das Schlauchmaterial mit der Zeit an. Auch abrasive Feststoffe in Suspensionen beschleunigen den Verschleiß.

Empfehlung: Die genaue Standzeit ergibt sich aus Erfahrungswerten in der jeweiligen Anwendung. Wir empfehlen eine regelmäßige Sichtkontrolle des Schlauches — und beraten Sie gerne bei der Materialwahl.